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Kommenden Montag grosses Väterschlachten!
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 10:30    Titel: Kommenden Montag grosses Väterschlachten! Antworten mit Zitat

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen: am kommenden Montag soll ganz klar ein Väterschlachten stattfinden, mit mir als Opfer.
<BR>
<BR>In einem Satz nochmal meine Geschichte:
<BR>
<BR>Ich versorgte vor der Trennung die beiden gemeinsamen Kinder sowie den mitgebrachten Sohn der KM, die Mutter arbeitete im vollzeitigen Schichtbetrieb als Krankenschwester.
<BR>Die Kinder wurden im August 2001 während meiner Abwesenheit von der Mutter im Inland entführt, mit nachfolgenden Tendenzen zur Umgangsvereitelung (ich sah die Kinder in den beiden Entführungsmonaten für 1,5 Std bewacht in einem Park.
<BR>Mit der moralischen Unterstützung von ..... habe ich sie beim ersten "regulären" Umgang zurückgeholt.
<BR>Den folgenden Herausgabeantrag überstand ich. Das Verfahren wurde an meinen Gerichtsbezirk abgegeben. Ich gewährte der Entführerin ein grosszügiges Umgangsrecht (jedes Wochenende), was wohl ein Fehler war, weil die massiven Beeinflussungen durch die Mutter noch verstärkt fortgesetzt wurden.
<BR>
<BR>In der ersten Anhörung am zuständigen Familiengericht meines Wohnortes wurde mir allerdings ein Vergleich aufgezwungen: die Kinder sollten nunmehr bis zur nächsten Verhandlung zwischen den Eltern 14-tägig hin- und herpendeln, sprich jeden 2. Samstag eine Distanz von 350km. Das Resultat war die völlige Zerstörung ihres Lebensmittelpunktes. Die Kinder hängen inzwischen völlig in der Luft.
<BR>
<BR>Der beauftragte Gutachter, Thomas Busse aus Karlsruhe, entsprach nur in wenigen Punkten den ihm auch von mir vorgelegten Qualitätskriterien. Es handelt sich um einen Fliessband-Gutachter. Ich habe ihn trotzdem nicht abgelehnt, weil mir nur eines wichtig war: den Zustand für die Kinder so schnell wie möglich zu beenden. Noch ein Fehler.
<BR>
<BR>Immerhin hat er bei einem Versuch der Vermittlung zwischen der KM und mir der Entführerin folgendes angekündigt: sie habe die Kinder deutlich geschädigt. Zur Vermeidung der Geschwistertrennung (der Sohn der KM ist nach wie vor bei ihr) würde er den Aufenthalt bei der Mutter empfehlen unter folgenden Voraussetzungen:
<BR>
<BR>1.) ein sehr umfangreiches Umgangsrecht für mich
<BR>2.) sie müsse unbedingt in meine Nähe zurückziehen, weil der Umzug ein Fehler war.
<BR>
<BR>Würde Sie das letztere nicht sehr kurzfristig tun, dann würde er einen Aufenthalt bei mir empfehlen. Die Entführerin lehnte eine Rückkehr ab.
<BR>Mir fiel ein Tonnengewicht vom Herzen.
<BR>
<BR>Letzte Woche nun das Gutachten. Hier die wesentlichen Auszüge:
<BR>
<BR><!-- BBCode Quote Start --><TABLE BORDER=0 ALIGN=CENTER WIDTH=85%><TR><TD><font size=-1>Quote:</font><HR></TD></TR><TR><TD><FONT SIZE=-1><BLOCKQUOTE>
<BR>7.1 Befund Frau XXX
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>Dennoch argumentierte Frau XXX im Verlauf der Untersuchung letztlich primär ich-bezogen und versuchte, ihren Umzug nach Kassel rational zu rechtfertigen.
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>Zm Konfliktfeld mit Herrn Erhardt verhält sich Frau XXX kompromißlos und wenig selbstkritisch. Vom Vater ihrer beiden Kinder fordert sie ein Maß an Einfühlungsvermögen, welches sie selbst nicht zu geben bereit bzw. in der Lage ist.
<BR>
<BR>Zur Stärkung ihrer Position innerhalb dieser Konflikte vertraut die Probandin auf stabile Mutter-Kinder-Dyaden sowie eine hohe Geschwisterkohäsion.
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>7.2 Befund Herr Erhardt
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>Die Ursachen für das Scheitern seiner Beziehung zu Frau XXX, und insbesondere eigene Anteile daran, sind Herrn Erhardt nicht hinreichend bewußt.
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>Gleichwohl besteht bei Herrn Erhardt sicherlich ein echtes, intrinsisches Interesse an den Kindern. Ein intuitives Gespür für die psychischen Bedürfnisse von Melina und Elias wird da bei jedoch partiell überlagert von einer unbearbeiteten iso lierten Eigenproblematik.
<BR>
<BR>7.3 Befund Melina
<BR>
<BR>[...]
<BR>
<BR>Testpsychologisch zeigte sich bei Melina neben einer sanften, ansprechbaren Emotionalität ein nicht unerhebliches intrapsy chisches Konfliktpotential.
<BR>
<BR>Zweifellos hat die elterliche Trennung sowie der damit verbundene Umzug nach Kassel für Melina zu einer Labilisierung geführt.
<BR>
<BR>
<BR>- 31 -
<BR>
<BR>
<BR>Grundsätzlich bestehen bei Melina quantitativ und qualitativ hochwertige Bindungen an beide Elternteile.
<BR>
<BR>Im elterlichen Konfliktfeld ist Melina derzeit dabei, sich emotional mehr der Mutter zuzuwenden, was naturgemäß zu Lasten der Bindung an den Vater geht.
<BR>
<BR>Dies ist keinesfalls als eine in irgendeiner Weise von Melina "frei" getroffene Entscheidung zu werten. Das Kind versucht vielmehr - einer hochkomplizierten Psychodynamik folgend - ei nen quälenden Loyalitätskonflikt zu lösen, um damit mittelfri stig einer neurotischen Fehlentwicklung zu entgehen.
<BR>
<BR>Daß sich Melina mehr dem mütterlichen Umfeld zuwendet, ist nach Einschätzung des Untersuchers eng im Zusammenhang zu sehen mit einer hohen Geschwisterkohäsion, welche selbstver ständlich auch den älteren Halbbruder des Kindes mit einschließt.
<BR>
<BR>Eine weitere gesunde Entwicklung des Kindes wird maßgeblich davon abhängig sein, inwieweit es gelingt, Melina einen inten siven und möglichst hochfrequenten Umgang mit beiden Eltern teilen zu gewähren.
<BR>
<BR>
<BR>7.4 Befund Elias
<BR>
<BR> [...]
<BR>
<BR>Elias wurde im Zusammenhang mit der elterlichen Trennung und dem Umzug nach Kassel nach Einschätzung des Untersuchers weni ger ausgeprägt labilisiert als seine Schwester. Gleichwohl orientiert sich der Junge im elterlichen Konfliktfeld sehr an Melina. Darüber hinaus kommt auch seinem Halbbruder Giannis für Elias eine zentrale Bedeutung zu.
<BR>
<BR>Elias ist an beide Elternteile quantitativ und qualitativ hochwertig gebunden. Innerhalb der Konflikte seiner Eltern orientiert sich das Kind ausgeprägt an seinen Geschwistern. Die Geschwisterkohäsion wirkt dabei protektiv.
<BR>
<BR>Um die aus der elterlichen Trennung resultierenden eventuell zu erwartenden negativen Spätfolgen zu minimieren, sollte Elias auch weiterhin möglichst umfangreichen Kontakt zu beiden Elternteilen haben.
<BR>
<BR>8. Gutachterliche Stellungnahme
<BR>
<BR>
<BR><!-- BBCode Start --><B> Zweifellos hat Frau XXX ihren Kindern mit dem Umzug nach Kassel deutlich geschadet. Sie argumentiert diesbezüglich vorwiegend an den eigenen Wünschen orientiert und versucht ihre Entscheidung rational zu rechtfertigen </B><!-- BBCode End -->
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>Aus psychologischer Sicht entspricht es dem Wohl der Kinder Melina und Elias unter den gegebenen Umständen derzeit am besten, wenn sich der Lebensmittelpunkt der Kinder im Umfeld der M u t t e r befindet.
<BR>
<BR>Vor diesem Hintergrund sollte das Aufenthaltsbestimmungsrecht über Melina und Elias auf die Mutter übertragen werden.
<BR>
<BR></BLOCKQUOTE></FONT></TD></TR><TR><TD><HR></TD></TR></TABLE><!-- BBCode Quote End -->
<BR>
<BR>Dass man durch einen Umzug der Entführerin all diese Probleme auf einen Schlag lösen könnte, davon ist nicht mehr die Rede.
<BR>
<BR>Noch einmal die Kernsätze:
<BR>
<BR><!-- BBCode Start --><B> Zweifellos hat Frau XXX ihren Kindern mit dem Umzug nach Kassel deutlich geschadet.
<BR>
<BR>...
<BR>
<BR>Aus psychologischer Sicht entspricht es dem Wohl der Kinder Melina und Elias unter den gegebenen Umständen derzeit am besten, wenn sich der Lebensmittelpunkt der Kinder im Umfeld der M u t t e r befindet. </B><!-- BBCode End -->
<BR>
<BR>Was kann man dieser Argumentation noch abgewinnen?
<BR>
<BR>Der Bock wird Gärtner. Freie Hand den Skrupellosen, es lebe das Faustrecht!
<BR>
<BR>Der Termin ist kommenden Montag, der 13. Mai! Ich brauche Ideen, Argumentationslinien und Materialien:
<BR>
<BR>Genaueres versuche ich in extra mails zu posten. Bitte strengt euer Hirn an!
<BR>
<BR>
<BR>

<BR>
<BR>Klaus
<BR>
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Frank
Gast





BeitragVerfasst am: 06.05.2002 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus,

ist klar, dass du das Gutachten jetzt so interpretierst. Aus deinem Blickwinkel würde ich das auch so sehen. Auch geben ich dir bei den Widersprüchen Recht, das ist nicht schlüssig und genau das ist glaube ich noch dein Ansatz, bei dem ich ne Chance sehen würde.

Aber vielleicht solltest du den Eindruck bedenken, wie das Gutachten auf unbeteiligte, den so lesen das mit Sicherheit die Richter, deren Meinung du ja schon kennen gelernt hast (Mütter bezogen). Ich finde, dass dieses Gutachten nicht nach einem Massengutachten klingt. Vielmehr erweckt es den Eindruck, als habe der Mann sich ausgiebig mit euch und den Kinder beschäftigt. In der Abwägung der Fakten sehe ich ein Unentschieden zwischen dir und deiner Ex in der Beurteilung eurer Erziehungsfähigkeit und anderer Dinge. Schon früh wird in dem Gutachten erkennbar, dass der Punkt älterer Geschwister im Vordergrund steht und ich denke, dass dieser Punkt ausschlaggebend war. Auch die Aussagen der Kinder sprechen eher Pro Mutter (ob beeinflußt ... bleibt offen.).

Ich denke, du solltest dich auf die o.g. Unschlüssigkeit stützen. Vielleicht kriegst du den Gutachter dazu mündlich seinen Vermerk Umzug der Mutter in eure Region zu wiederholen. Genauso deutlich versuche das Umgangsrecht zu betonen und zu erreichen. So wie du deine Ex schilderst, wird sie bald anfangen, es dir zu streitig zu machen. Und das sollte direkt, auch im Fall einer Niederlage fixiert werden.

Also, ich wünsch dir Glück. Vielleicht fällt mir noch was dazu ein.

Gruss
Frank
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus

auch wenn ich eine andere Vorgehensweise bevorzuge,
wünsche ich Dir viel Glück. Den Umzug wieder in Deine Nähe bringt ja auf jeden Fall Vorteile. Darauf würde ich auf jeden Fall bestehen bleiben.

Rednex
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 14:51    Titel: Antworten mit Zitat

Quote:
Ich finde, dass dieses Gutachten nicht nach einem Massengutachten klingt. Vielmehr erweckt es den Eindruck, als habe der Mann sich ausgiebig mit euch und den Kinder beschäftigt.



2h mit jeweils jedem Elternteil, 30 min pro Kind. der mann hat nach eigenen angaben in 10 jahren 800 gutachten produziert.

ich habe jetzt leider erst uwe jopt kontaktiert. Zitat: "sie brauchen mir das gutachten nicht vorzutragen. ich kenne busse-gutachten".
was nichts heissen soll ausser, dass hier zwei gutacher voneinander nicht grade die beste meinung haben.
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 14:59    Titel: Antworten mit Zitat

hi reddy,

danke. sehe ich genauso wie du.
die km hat die kuh noch lange nicht vom eis. ich muss eben mal grade ihre neuen ansagen auf meinem anrufbeantworter auf cd brennen. wird vielleicht doch nochmal mein hobby...
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

8. Gutachterliche Stellungnahme


Zweifellos hat Frau XXX ihren Kindern mit dem Umzug nach Kassel deutlich geschadet. Sie argumentiert diesbezüglich vorwiegend an den eigenen Wünschen orientiert und versucht ihre Entscheidung rational zu rechtfertigen

...

Aus psychologischer Sicht entspricht es dem Wohl der Kinder Melina und Elias unter den gegebenen Umständen derzeit am besten, wenn sich der Lebensmittelpunkt der Kinder im Umfeld der M u t t e r befindet.

Vor diesem Hintergrund sollte das Aufenthaltsbestimmungsrecht über Melina und Elias auf die Mutter übertragen werden.
_______________________________________________________

Hallo,

diese 3 Pünktchen in der Mitte des Textes, die würden mich sehr interessieren. Was steht in diesem Bereich. Es muss einen Übergang geben, der von der einen zur gegenteiligen Meinung führt.

Vielleicht klärst du mich mal auf. Bis dann. Ich fürchte, mir und meinem Sohn steht in Kürze etwas ähnliches bevor.

Gruss Paulchen
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 15:41    Titel: Antworten mit Zitat

8. Gutachterliche Stellungnahme


Zweifellos hat Frau XXX ihren Kindern mit dem Umzug nach Kassel deutlich geschadet. Sie argumentiert diesbezüglich vorwiegend an den eigenen Wünschen orientiert und versucht ihre Entscheidung rational zu rechtfertigen

...

Aus psychologischer Sicht entspricht es dem Wohl der Kinder Melina und Elias unter den gegebenen Umständen derzeit am besten, wenn sich der Lebensmittelpunkt der Kinder im Umfeld der M u t t e r befindet.

Vor diesem Hintergrund sollte das Aufenthaltsbestimmungsrecht über Melina und Elias auf die Mutter übertragen werden.
_______________________________________________________

Hallo,

diese 3 Pünktchen in der Mitte des Textes, die würden mich sehr interessieren. Was steht in diesem Bereich. Es muss einen Übergang geben, der von der einen zur gegenteiligen Meinung führt.

Vielleicht klärst du mich mal auf. Bis dann. Ich fürchte, mir und meinem Sohn steht in Kürze etwas ähnliches bevor.

Gruss Paulchen
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baerbel
ist verrückt nach Foren
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Anmeldedatum: 08.09.2001
Beiträge: 830
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06.05.2002 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus,
ich wuerde auf keinen Fall massiv gegen den Gutachter schiessen, denn das geht u.U. nach hinten los. Und was der eine Gutachter ueber den anderen sagt, nun ja... Irgendwie sind die sich wohl alle verstaendlicherweise nicht gruen.
Ich wuensche Dir viel, viel Glueck.
baerbel
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Gast






BeitragVerfasst am: 06.05.2002 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

hi bärbel,

danke für die guten wünsche, werden wir brauchen können.
ich werde den gutachter anfassen wie ein rohes ei

@paulchen:
die pünktchen stehen für die geschwisterbindung zum halbbruder, dessen vater ich sechs jahre lang sein durfte und zu dem ich nun gar keinen kontakt mehr hab .
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Decubitus
Gast





BeitragVerfasst am: 06.05.2002 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Klaus,

ich stimme dir zu, dieses Gutachten ist keins! Im Vergleich zu dem welches ich miterleben durfte, mutet es sich an wie eine künstlich aufgeblasene (siehe genaue detailierte Wiedergabe von Akteninhalten) Facharbeit eines Psychologiestudenten, kurz vorm Vordiplom stehend. Was dir aber im Moment nicht viel weiterhelfen wird, leider!

Was auffällig fehlt, ist das absolute Nichtvorhandensein von Interaktionsbeobachtungen, weder freier, noch strukturierter Art! Gerade zur Beurteilung von Bindungsqualitäten ist dies das adequate Mittel. Ist aber auch das aufwendigste!!!!!! Stattdessen das nahezu 'maschinelle' Abarbeiten von Standardtests, auf die mein Gutachter, von mir angesprochen, sagte: 'Mit diesen kann ich nur feststellen wie gut die Eltern sich und ihre Kinder auf das Gutachten 'vorbereitet' haben.'

Der Gipfel, vielleicht ein Angriffspunkt, ist die Betonung, daß sich die 'Conclusion' des Gutachtens sich hauptsächlich auf die 'ausgeprägte Geschwisterkohäsion' stützt. Erstens ist die Kohäsion zwischen den 'Vollgeschwistern' zur Fragestellung irrelevant, und wo bitte wurde die Kohäsion zum Halbbruder 'fachgerecht' untersucht?

Daß man beim Eintreffen der 'Untersucherin' dafür sorgt, daß ALLE Kinder sich in einem Raum befinden und spielen, dafür braucht man kein Psycho-Einstein zu sein, um darauf zu kommen! Ein gemeinsames Mittagessen, nach dem sich dann der Halbbruder zurück zog, kann doch wohl nicht die Grundlage für eine Entscheidung dieser Gewichtung sein!!!

Was diese Kanalratte Busse allerdings sehr gut gemacht hat, ist die 'Entscheidung' auf eine Sache zu beziehen, die durch ein Gegengutachten nicht direkt angegriffen werden kann. Da der, durch die Entscheidung 'Begünstigte' einer Untersuchung in dieser Richtung durch einen Gegengutachter den Zugang verweigern kann und wird!!

Ich würde darüber nachdenken, das Gutachten an diesem Punkt durch ein Gegengutachten auszuhebeln. Praktisch als Gutachten zum Gutachten, in dem das Gegengutachten aussagt, das die Beziehungen und Bindungen zwischen den Halbgeschwistern weder ausreichend genug, noch fachgerecht untersucht wurden um als Entscheidungsgrundlage dienen zu können!!!

Ich weiß nicht ob sowas in der Kürze der Zeit machbar ist, aber das ist ein Ansatzpunkt den ich sehe. Hoffentlich sehen andere noch ein paar!

Viel Glück Klaus!
Decubitus
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Gast






BeitragVerfasst am: 07.05.2002 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

hey decu,

auf deine antwort hab ich gewartet!

wie erwartet hast du einige sehr gute neue aspekte reingebracht. kann ich wörtlich so übernehmen!
Quote:
Was diese Kanalratte Busse allerdings sehr gut gemacht hat, ist die 'Entscheidung' auf eine Sache zu beziehen, die durch ein Gegengutachten nicht direkt angegriffen werden kann. Da der, durch die Entscheidung 'Begünstigte' einer Untersuchung in dieser Richtung durch einen Gegengutachter den Zugang verweigern kann und wird!!



o doch, das kann man schon aushebeln, indem man darstellt, dass der ganze mist auf dem wegzug der km beruht und nix anderem.
diese linie hatte der psychologiestudent im "einigungsgespräch" ja auch noch vertreten. es muss ganz klar sein:

- die km ist weggezogen und hat dadurch alle kinder labilisiert und bringt die geschwisterbindung in gefahr. dadurch, dass sie diesen zustand aufrechterhält, lädt sie den kindern jahrelange zusatzbelastungen auf, z.B. regelmässige wochenendfahrten über sehr grosse distanzen. dies auch für den fall, dass ich die kinder bekomme und sie zu ihr fahren müssen.

- die gute km bezieht dort arbeitslosenhilfe. ist also nicht in irgendeiner form zur sicherung ihres lebensunterhaltes gebunden, im gegensatz zu mir. wenn man unterhaltspflichtige zur erfüllung derselben im ganzen bundesgebiet rumversetzen kann, sollte dies auch für sorgepflichtige gelten, wenn dem nicht der lebensmittelpunkt der kinder entgegensteht, und das tut es hier nicht.

für den fall des rückzuges wären in der tat die meisten probleme gelöst.
enge geschwisterbindungen lassen sich auch pflegen, wenn sehr enger kontakt zwischen den geschwistern besteht. dazu müssen die nicht starr zusammenwohnen. ausser ihrem eigenen stolz und böswilligkeit hindert die km gar nichts, hier an den ort zu ziehen. die kids kommen ja sowieso in ein alter, wo sie die eltern zunehmend als anlaufstelle brauchen und weniger als dauerkontakt. die sind zunehmend draussen unterwegs.

übrigens gibt der schluss des GA durchaus her, dass sie zurückzieht. er empfiehlt einen aufenthalt im umfeld der mutter.
er spricht nicht vom *derzeitigen* umfeld! lasst sie also kommen!

das gegengutachten ist schon in der mache. leute, tretet bloss in den VAFK ein. ohne die jungs wäre ich völlig aufgeschmissen...
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Gast






BeitragVerfasst am: 10.05.2002 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

mein RA hat den Gutachter für kommenden Montag laden lassen.
Der Gutachter kneift und wird nicht erscheinen: vorgeblich wegen anderer Termine.
Naja, ist eben tierisch im Stress; so bei 800 abgeurteilten Familien pro Jahr.
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Gast






BeitragVerfasst am: 10.05.2002 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Tut denn der das dürfen, einfach kneifen, wenn der `ne Ladung hat?

Nee - mal im Ernst, da hast Du bzw. Dein Anwalt nur das Gutachten. Das ist zwar nicht gerade umwerfend aussagenkräftig, aber in einer persönlichen Befragung könnte man den Fließbandgutachter (wie viele denn nun - 800 in 10 Jahren, oder 800 in einem Jahr?) vielleicht doch noch zumindest in Widersprüche verwickeln.

Für Montag *ganz fest beide daumen drück*
Viele liebe Grüße
Kerstin
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Gast






BeitragVerfasst am: 14.05.2002 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Danke an alle für eure Einschätzung und Unterstützung. So ists gelaufen:

Der Richter ist erwartungsgemäss mütterfreundlich, sieht alles, was *nach* der Entführung gelaufen ist, als das an, über das er zu entscheiden hat. Die Entführung und davor scheint ihn nur am Rande zu interessieren.
Es ist eine ganz normale Trennung, da ist es ganz normal, dass Kinder irgendwo rausgerissen werden. Überhaupt ist alles ganz normal, und ausserdem ist alles im Grunde nach seinen Erwartungen gelaufen. Das Gutachten ist sicherlich nicht ganz unbrauchbar (sic!, steht aber so leider nicht im Protokoll...) und hat im Grunde das gezeigt, was er erwartet hat. Die Befragung der Kinder hat eine leichte Tendenz zur Mutter ergeben, auch das hat er erwartet, während die Bindungen zu beiden Eltern doch gut sind.

Er hat eigentlich gehofft, die Sache heute hinter sich zu bringen, aber nach unserem Schriftsatz geht das ja nun nicht. Also muss ein anderer Termin her, zu dem auch der Sachverständige jetzt offiziell geladen wird.
Und überhaupt, unser Schriftsatz, also dem könne er in weiten Teilen überhaupt nicht folgen. Es geht hier doch nur um eine ganz normale Trennung, da hat doch der §1666 nichts verloren.

So ging das in einem fort.
Interessant ist, worauf der Richter *nicht* einging: nämlich die zentrale Frage nach der Schädigung der Kinder durch die Mutter. Dies wird also Thema bei der nächsten Verhandlung am 22. Juli sein.

Nach der Terminfestlegung und der Darbringung seiner allgemeinen Überzeugung hat er noch die Kinder befragt.
Melina, die grosse, äusserte sich zugunsten der Mutter, war dabei jedoch hibbelig, stand auf und lief durch den Raum, so der Richter. Sie sagte auch, im Kassler Kindergarten wäre es schöner. Auf genaueres Nachfragen des Richters, was denn nun schöner wäre, blieb sie eine Antwort schuldig.
Der Richter nahm die Aussagen der Kinder und ihre jeweiligen Reaktionen auch zu Protokoll.

Das eigentlich positive: trotz des eindeutigen Gutachtens und der Aussage der Kinder hat er die bestehende Umgangsreglung nicht geändert. RA Arnold deutet dies als Zeichen dafür, dass der Richter sich trotz seiner Tendenz für die Mutter die Entscheidung offenhält.

Dann kam der Clou:
Zum Schluss fragte meine KM den Richter, ob der die Umgangsregel nicht so abändern könne, dass Melina ihren Geburtstag bei ihr verbringen könne, der eigentlich in meine Umgangszeit fällt. Es sei mit Melina nämlich alles schön besprochen, dass sie den Geburtstag in Kassel feiern. Dieser sagte, das sollten wir untereinander regeln.
Ich sagte, dass Melina mir gegenüber was anderes geäussert hätte, und wir stritten ne Weile rum. Dem Richter wurds zu bunt, und er meinte, er würde jetzt Melina selber fragen. Nach 5 Minuten kam er zurück und meinte verzagt, Melina könne sich nicht entscheiden. Ich schlug daraufhin einen Kompromiss vor.
Allerdings gab es im Warteraum, wo der Richter Melina nach ihrer Meinung fragte, einen kleinen Eklat, den ich persönlich nicht mitbekam: Meine Kids sassen wohl eingekeilt zwischen ihren Grosseltern mütterlicherseits, und als der Richter Melina fragte und sie sich nicht entscheiden konnte, fuhr der Grossvater meine Kleine an:

"Nun warst du schon Muttertag nicht bei deiner Mutter..."
Dies trug ihm einen scharfen Verweis des Richters ein, mit dem er ihm das Wort abschnitt: "Aber Sie halten sich raus!"

Also geht's Juli weiter...
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Gast






BeitragVerfasst am: 14.05.2002 20:00    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Klaus,

der letzte Abschnitt hat mich betroffen gemacht, das der Großvater sofort Einfluss auf die Aussage Deiner Tochter nehmen wollte.

Das erschreckende hierbei finde ich, dass Menschen ( ob Großeltern oder andere ) KM,KV, oder auch die Kinder beieinflussen.

Keiner denkt an die Kinder. Es geht nur darum der "Gegenseite" eins auszuwischen, es ihm nicht zu können, ihm wehzutun.

Was Deine Tochter will, egal. Dein Schwiegervater will nur Dir damit wehtun.

Wie schön wäre es wenn jeder an die Kids denken würde, aber leider spielt bei uns ( doch wesentlich erfahreren Menschen) immer wieder Neid, Rache, Missgunst, Hass usw. ein viel zu große Rolle.

Lass Dir nicht Deinen Weg nehmen.

Viel Glück

Rednex
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