Nachwehen sind rhythmische Kontraktionen der Gebärmutter nach der eigentlichen Geburt. Sie sind wesentlich schwächer als normale Wehen, doch mitunter auch noch sehr schmerzhaft. Nachwehen sorgen dafür das sich die Gebärmutter ganz zusammenzieht. Von einer Größe von einer Wassermelone bildet sie sich zurück auf ihre natürliche Größe einer Birne.
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Mit den Nachwehen beginnt der Körper die Rückbildung der Gebärmutter. Denn in der Schwangerschaft wächst die Gebärmutter, die ja eigentlich nur faustgroß ist auf die Größe einer Wassermelone. Dabei kann sie bis zu einem Kilo wiegen! Sechs Wochen nach der Geburt hat sie wieder ihre normale Größe und wiegt nunmehr rund 50 Gramm.
Die Rückbildung der Gebärmutter kann am Anfang starke Schmerzen bereiten, meist dauern diese Nachwehen zwei bis drei Tage. Wenn nach der Ablösung der Plazenta noch Eihautreste zurückgeblieben sind, muss sich der Uterus besonders häufig und kräftig zusammen ziehen, um diese "Fremdkörper" auch wieder auszustoßen. Beim zweiten oder dritten Kind sind die Nachwehen in der Regel schmerzhafter, da sich die Gebärmutter ja bereits vorgedehnt hatte und sich nun wieder stärker zurück bilden muss.
Intensiv fühlen junge Mütter die Nachwehen beim Stillen. Das liegt daran, dass beim Anlegen des Babys das Hormon Oxytozin ausgeschüttet wird. Dieses Hormon sorgt für den Milchspendereflex und gibt der Gebärmutter den Anreiz, sich zusammen zuziehen. Das ist der Grund dafür, warum sich bei stillenden Frauen die Gebärmutter schneller zurückbildet als bei nicht stillenden. Die Wundheilung wird zudem beschleunigt durch den Östrogenabfall.
Die Nachsorgehebamme kann am Abstand zwischen dem höchsten Punkt der Gebärmutter und dem Nabel fühlen, wie die Gebärmutter täglich kleiner wird. Sie wird auch nach den Nachwehen fragen. Sollten diese besonders heftig ausfallen, können Mütter Schmerzmittel bekommen (z.B. Ibuprofen). Wenn die Nachwehen besonders lang andauern, sollte ein Frauenarzt um Rat gefragt werden, denn es könnte sein, dass die Gebärmutter Schwierigkeiten hat sich richtig zurückzubilden.
Tipps bei schmerzhaften Nachwehen:
Wärme: Sehr gut helfen auch Wärmeanwendungen. Eine warme Kompresse, eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen während des Stillens dazu auf den Bauch legen.
Warme Duschbäder tun ebenfalls gut. Wegen des Wochenflusses sollten Wöchnerinnen allerdings auf ein Wannenbad verzichten.
Homöopathie: Das homöopathisches Heilmittel Spascupreel wird von Hebammen bei starken Nachwehenschmerzen empfohlen. Auch die Heilpflanze Arnica D6 soll die Wundheilung unterstützen oder Chamomilla Radix 2 % Globuli (tgl 1-2 Tabletten) können helfen.
Atmung: Wenn das Anlegen sehr schmerzt, das Stillen kurz pausieren und tief durchatmen. Versuchen, die Spannungen weg zuatmen.
Milchbildungstee: Entkrampfen kann auch das mäßige Trinken von warmen Milchbildungstee sein. Milchbildungstee hilft daher auch gegen Blähungen beim Baby, da diese Kräuter (Anis, Fenchel, Kümmel) enthalten.
Öle: Ein Bauchmassageöl mit den geeigneten ätherischen Ölen, die die Gebärmutterrückbildung fördern und die Straffung der Bauchhaut, ohne aber allzu massive Nachwehen anzuregen. Folgende Öle können angewendet werden: Clementine, Geranie, Schafgarbe, Zypresse und in einer fetten Ölbasis aus Weizenkeim- und Jojobaöl.
Buchtipp
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von Ingeborg Stadelmann
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auch von Ingeborg Stadelmann
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