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Wochenbettdepressionen

Nach rund 40 Schwangerschaftswochen; welche zwischen unbeschreiblichen Glücksgefühlen, Vorfreude, Erwartungen, Namenssuche, Kinderzimmerplanung, Hebammen- wie Krankenhauswahl, Neugier und vielen Gedanken rund um den neuen Erdenbürger, dessen Geburt und den Veränderungen, die das Baby mit sich bringen wird, vergangen sind; hält man endlich das lang ersehnte Baby in den Armen.

 





 

Und doch kommt es vor, das Mütter, noch im Wochenbett, die Welt nicht mehr verstehen. Sie haben doch die Schwangerschaft genossen, die Geburt ist vorüber und vor allem haben sie sich so auf das Baby gefreut – warum nur sind sie so sehr deprimiert und plagen sie solch große Ängste?


Die Gemütszustände von Frauen nach der Geburt (daher der Begriff „postpartal“ – mit diesem werden Zustände nach der Geburt umschrieben) eines Kindes kann man grob in drei verschiedene Kategorien einteilen:

  1. das postpartale Stimmungstief ( Baby-Blues genannt)

  2. die postpartale Depression

  3. die postpartale Psychose (Wochenbettpsychose)

Diese drei sind nicht einzeln, jede für sich, zu betrachten sondern können fließend ineinander übergehen, so das sich z.B. aus einem Baby-Blues eine Depression entwickeln kann. Der Baby-Blues ist den meisten Frauen bekannt, 50 % - 80 % der Mütter haben ihn erlebt. Er tritt in den ersten Tagen nach der Geburt, also noch im Wochenbett, zutage, ist meist aber eher als kurzzeitiges Stimmungstief zu beobachten. 

 

Der nicht unbedeutende Abfall der Hormone Östrogen und Progesteron nach der Geburt, führ zu Veränderungen des seelischen Gleichgewichts. Noch im Wochenbett kann eine Überprüfung des Hormonstatus eine postpartale Erkrankung aufzeigen.  Der Hormontest kann sich über einen ganzen Tag erstrecken, um die sensibelsten Hormonschwankungen feststellen zu können.

 

Die betroffenen Frauen leiden meist an Traurigkeit, häufiges Weinen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit und Erschöpfung, Ängstlichkeit und Reizbarkeit.

 

Da der Baby-Blues eben relativ kurzfristig ist, gilt er dementsprechend als „harmlos“. Ignorieren sollte man ihn aber dennoch nicht, und die Frauen, wenn sie von ihren Ängsten o.ä. erzählen, durchaus ernst nehmen.

Denn sollte die Traurigkeit auch über zwei Wochen nach der Geburt noch anhalten, kann daraus durchaus eine dauerhafte Depression entstehen, von welcher etwa 10%-20% aller Mütter betroffen sind.

Im ersten bis zweiten Jahr nach der Geburt des Kindes kann die postpartale Depression jederzeit schleichend, von leicht bis schwer, zutage treten.

 

Neben den Anzeichen des Baby-Blues kommt es bei der postpartalen Depression zu allgemeinen Desinteresse, Konzentrations-, Appetit- und Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit, inneres Leergefühl, Panikattacken, Reizbarkeit, sowie ambivalenten ( also mitunter zwiespältigen, doppelwertigen oder mehrdeutigen) Gefühlen dem Kind gegenüber, welche sogar mit Tötungsgedanken (Suizid) einhergehen können, welche sich auch auf das Kind beziehen können ( so genannter erweiteter Suizid).

Eine postpartale Psychose entsteht vorwiegend in den ersten Wochen nach der Geburt und kann sich aufgrund einer Depression entwickeln. Diese gilt als die schwerste Form einer Krise nach einer Geburt, und tritt bei einer bis drei von tausend Frauen auf.

Zwischen Euphorie und motorischer Unruhe über Antriebsschwäche bis hin zur völligen Teilnahmslosigkeit schwankt das breit gefächerte Krankheitsbild.

Halluzinationen und Wahnvorstellungen, welche auch religiöser Natur sein können, stellen eine Gefahr für Mutter und Kind da.

 

Ein eigenständiges Krankheitsbild stellen die postpartalen Ängste dar.

Dies Angststörungen sind nicht zwangsläufig als erste Anzeichen einer Depression zu deuten. Die Angstsymptome – typisch sind Ängste und Sorgen in Bezug auf das Wohlergehen des Babys ( wie „ich kann mein Kind nicht lieben und es nicht richtig versorgen“ und „ich bin keine gute Mutter“)- treten gewöhnlich in den ersten zwei bis drei Wochen nach der Geburt auf und werden ernst nach Ablauf einiger Wochen ersichtlich.

Postpartale Anfälle extremer Angst, einhergehend mit immer wiederkehrenden Angstgedanken,- vorstellungen und – bildern, werden als schwere Form der postpartalen Angstreaktion bezeichnet.

 

Frauen die schon vor der Schwangerschaft unter psychischen Problemen litten, die Schwangerschaft beispielsweise verdrängt bis verleugnet haben, sich mit einer evtl. ungewollten Schwangerschaft auseinander setzen mussten, Schockerlebnisse, extreme Unsicherheit, Partnerschaftsprobleme, ledige Mütter, oder die Überforderung mit der neuen sozialen Rolle als Mutter, sind mit einem höheren Risiko einer Depression behaftet.

Ebenso Frauen die bereits unter einer pränatalen Depression (also vor der Geburt, einer so genannten Schwangerschaftsdepression) gelitten haben.

 

Um schnellstmöglich eine wirksame Behandlung einleiten zu können, ist eine Früherkennung ganz entscheidend.

Es kommt immer wieder vor, das nach der Geburt, teilweise auch noch im Wochenbett, Selbstmordgedanken auftreten, wobei wie bereits oben erwähnt, auch das Kind zum Opfer werden kann.

 

Die betroffenen Mütter äußern ihre quälenden Gefühle und Gedanken nach der Geburt, aus Angst vor Unverständnis, häufig nicht spontan und direkt. Tun sie es doch, vorsichtig und ansatzweise, und stoßen sie tatsächlich auf Unverständnis, kann sich ihre Situation und ihre Ängste noch verschlimmern.

 

Daher sollten Partner wie Familienangehörige und Freunde auf Stimmungsschwankungen achten und bei Äußerungen der Mutter hellhörig werden und diese nicht abtun.

Es muß der behandelnde Frauenarzt/ärztin informiert und zu Rate gezogen werden, um das Risiko einer postpartalen Depression zu verringern.

 

Denn immerhin handelt es sich hierbei nicht um einen vorübergehenden Baby-Blues im Wochenbett, sondern um eine gefährliche Erkrankung.

 

Je nach Schwere der seelischen Erkrankung kann auf Medikamente nicht verzichtet werden. Mittlerweile gibt es Antidepressiva (welche im Gegensatz zu Beruhigungs- und Schlafmitteln nicht abhängig machen), die sich sogar mit dem Wunsch zum Stillen in Einklang bringen lassen, so das diesem Wunsch nichts im Wege steht.

Ob zusätzlich einer Verhaltens-, Gesprächs-, Familien- oder Systemtherapie als begleitende Maßnahme erforderlich ist, entscheidet der Frauenarzt/ärztin gemeinsam mit der Mutter bzw. den Angehörigen.

Es kann auch ein Klinikaufenthalt in Betracht kommen.

 

Die betroffenen Frauen brauchen Zuwendung, geduldiges Zuhören, Verständnis und Geborgenheit.

Oftmals hilft die Beantragung finanzieller Mittel oder eine ärztlich verordnete Haushaltshilfe um die Alltagssorgen etwas zu mindern und Druck abzubauen.

 

Beratung in Ernährungsfragen, Ermunterung zur körperlichen Bewegung in frischer Luft, der Besuch einer Selbsthilfegruppe und das Bewusstsein, sich auch als Mutter Freiräume schaffen – und diese auch sehr wohl genießen zu dürfen – sind Grundlagen des Beratungsgesrächs.

 

Die Ärztinnen und Ärzte des Berufsverbandes der Frauenärzte betonen, dass die Prognose der meisten seelischen Erkrankungen nach der Geburt, sei es im Wochenbett oder darüber hinaus, bei entsprechender Behandlung gut ist. Sie stehen den betroffenen Frauen mit Rat und Tat zur Seite.

 


 







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