Den richtigen Zeitpunkt des Abstillens bestimmt ganz alleine Mutter und Kind. Solange es beiden Spaß macht, gibt es keinen Grund mit dem Stillen aufzuhören. Das allmähliche Abstillen ist für Mutter und Kind das Günstigste.
Langsam wird die Muttermilch durch Flaschennahrung und andere Beikost ersetzt. Durch den niedrigeren Bedarf geht die Milchproduktion von alleine zurück. Dies ist ganz einfach eine Frage von Nachfrage und Angebot. Kommt es doch zu einem Spannungsgefühl in der Brust können kühle Umschläge, Quarkpackungen oder das Ausstreichen der Milch helfen. Die Reduktion der täglichen Trinkmenge hemmen die Milchbildung. Die Mutter bietet die Brust nicht mehr von selbst an, bis der Säugling danach verlangt.
Natürliche Hilfen beim Abstillen: - Tees wie z.B. Pfefferminztee, Salbeitee, - kühle Umschläge oder Quarkwickel gegen die verhärtete, angeschwollene Brust. - Homöopathie Phytolacca americana (Kermesbeere) - Schüßler-Salze wie z.B. Natrium sulfuricum Nr. 10 - die Brust etwas von Hand aussteichen
Schnelles Abstillen: Es kann auch notwendig sein die Milchproduktion plötzlich zu beenden, dabei helfen dann Medikamente. Dabei wird unterschieden in das primäre Abstillen vor dem Milcheinschuss von dem sekundären Abstillen bei bereits begonnener Milchproduktion. Das sekundäre Abstillen kann zum Beispiel bei einer Brustentzündung (Mastitis) nötig sein. In beiden Fällen werden Hormonpräparate verabreicht. (Prolaktinsekretionshemmer) Unterstützend dabei sind auch das Hochbinden der Brust und kühlende Umschläge.
Durchaus wichtig beim Abstillen, egal aus welchen Gründen, ist es auch, dass ihr Baby weiterhin den so wichtigen Körperkontakt und die Zuwendung erhält. Die Babys können das Abstillen besser verkraften, wenn es langsam und geduldig durchgeführt wird.