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Neugeborenengelbsucht - Gelbsucht bei neugeborenen Babys

Die Entwicklung eines neugeborenen Babys ist für die frischgebackenen Eltern immer ein Grund der Freude und Begeisterung. Diese Freude ist vor allem dann uneingeschränkt, wenn sich die Eltern über die möglichen Veränderungen eines neugeborenen Babys vorab informiert haben. Diese Entwicklung kann nämlich kurzfristige und auffallende Veränderungen zeigen, die in der Regel völlig harmlos sind, aber durch die beeindruckende Symptomatik den Eltern häufig Sorge bereiten. Dazu gehört auch die Gelbsucht eines Neugeborenen, der Neugeborenenikterus. Die folgenden Ausführungen sollen einen Einblick in die Hintergründe dieser Symptomatik bieten.





Einführung

Die Neugeborenengelbsucht tritt bei mehr als 50% aller neugeborenen Babys auf. Diese Gelbsucht verläuft mild und komplikationslos und verschwindet nach einigen Tagen von selbst. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit einer Hebamme oder einem Arzt sind die Unterschiede zu den sehr seltenen und schwereren Ursachen einer Gelbsucht einfach und leicht zu erkennen. In der Regel reicht es, die beratenden Mediziner zu informieren und einfach abzuwarten, bis die Symptomatik abklingt. Die im Folgenden vermittelten Grundkenntnisse des Stoffwechsels eines Neugeborenen sollen die Beurteilung eines Ikterus erleichtern.



Physiologische Grundlagen

Die Gelbfärbung der Haut erfolgt durch die Anreicherung des Stoffes Bilirubin. Bilirubin entsteht beim Neugeborenen hauptsächlich aus zerfallenden roten Blutkörperchen, den Erythrozyten. Das Baby im Mutterleib benötigt zu seiner Sauerstoffversorgung erheblich mehr rote Blutkörperchen als nach der Geburt. Die Erythrozyten, die nach der Geburt nicht mehr gebraucht werden, zerfallen. Das dabei entstehende Bilirubin wird durch ein Transportsystem kontinuierlich aus dem Körper entfernt.

Im Blut wird es zunächst an ein Protein gebunden und zur Leber transportiert. In der Leberzelle wird Glucuronsäure gebildet und mit Bilirubin verknüpft. In diesem Komplex gelangt Bilirubin über die Gallengänge in den Darm und wird ausgeschieden. Die Verbindung des Bilirubins in der Leberzelle mit der Glucuronsäure erfolgt mit der Hilfe eines Enzyms, der Glucuronyltransferase.



Entstehung einer Neugeborenengelbsucht

Die Glucuronyltransferase nimmt ihre volle Arbeit erst einige Tage nach der Geburt auf. Genau das ist der Grund, warum eine Neugeborenengelbsucht auftritt. Der zügige und vollständige Abtransport des Bilirubins funktioniert erst nach einer Anlaufphase. Dieser Vorgang ist völlig harmlos, ruft aber den eindrucksvollen Befund der Gelbsucht hervor. Die Konzentration des Bilirubins bleibt dabei immer in dem Bereich, in dem außer der Gelbfärbung keine anderen Symptome auftreten.

Es ist eine große Leistung des Neugeborenen, den Abtransport des Bilirubins ganz alleine und ohne fremde Hilfe den Erfordernissen anzupassen.



Worauf sollte jeder bei der Neugeborenengelbsucht achten

Ein wichtiges Kriterium zur Abgrenzung gegen eine schwere Verlaufsform ist der Zeitpunkt, an dem die Gelbfärbung auftritt. Bei einem termingeborenen Säugling tritt sie normal zwischen dem 3. und 6. Lebenstag auf und dauert nicht länger als eine Woche. Da die Erythrozyten erst nach der Geburt zerfallen und sich das frei werdende Bilirubin erst noch im Gewebe anreichert, dauert es die erwähnte Zeit, bis eine Gelbfärbung sichtbar wird. Ist die Gelbfärbung dagegen schon bei der Geburt oder innerhalb der ersten 24 Stunden sichtbar, sind weitere Gründe neben dem normalen Zerfall der Erythrozyten für die Gelbfärbung verantwortlich.


Bei der Neugeborenengelbsucht ist die Gelbfärbung immer das einzige Symptom. Die Säuglinge sind sonst völlig unauffällig und zeigen ein normales Verhalten. Das ist ein Faktor, der die Differentialdiagnose wesentlich erleichtert, da bei einer schwereren Form des Ikterus immer zusätzliche Symptome auftreten.


Im Zweifelsfall besteht die Möglichkeit, die Konzentration des Bilirubins und deren Veränderung im Blutbild des Säuglings zu messen. Dabei hilft die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Arzt, der im Zweifelfall solche Werte bestimmen kann. In den allermeisten Fällen wird das aber nicht nötig sein.



Schwerere Verlaufsformen

Schwere Verlaufsformen treten äußerst selten auf. Der verantwortungsvolle Umgang mit solchen Erkrankungen ermöglicht aber, dass ein vollständig gesundes Kind heranwächst. Deshalb sollte sich jeder mit diesen Formen der Erkrankung auseinander setzen.


Häufig wissen alle Beteiligten schon vor der Geburt, dass das Kind direkt nach der Entbindung Unterstützung benötigt. In den übrigen und seltenen Fällen wird die aufmerksame Hebamme oder der Arzt schon innerhalb der ersten 24 Stunden feststellen, dass gegebenenfalls eine schwerere Erkrankung vorliegt


Ursachen für eine schwere Verlaufsform können Infektionserkrankungen wie Röteln, Zytomegalie oder Toxoplasmose sein. Aber auch Stoffwechselerkrankungen der Mutter, Medikamentengebrauch oder Blutgruppenunverträglichkeit sind mögliche Gründe einer schweren Gelbsucht. In sehr hohen Konzentrationen wirkt Bilirubin als Zellgift, das das Gewebe schädigt. Es treten dann neben der Gelbfärbung andere Symptome auf. Dazu zählen beispielsweise hohes Fieber, Krämpfe schrilles Schreien oder Änderungen des Muskeltonus.


In einem solchen Fall schafft das Neugeborene es nicht mehr alleine, das Bilirubin zu entsorgen, sondern es bedarf der engagierten Hilfe eines Arztes oder eines Geburtszentrums. Die angebotenen Therapien reichen von einer speziellen Lichtbestrahlung bis hin zur Blutaustauschtransfusion. Sie sind immer auf den exakten Bedarf des Babys abgestimmt und ermöglichen die vollständige Heilung. So ist selbst in den seltenen schweren Fällen ein gesunder Nachwuchs möglich, der sich später sehr darüber freuen wird, dass die Eltern und Ärzte sich rechtzeitig mit dem Thema des Ikterus vertraut gemacht haben.



Stillen und Neugeborenengelbsucht

Nach Aussage der Nationale Stillkommission sind  gestillte Neugeborene häufiger, etwas stärker und vor allem länger gelb als Kinder, die eine industrielle Fertignahrung erhalten. Heute sehen wir die Bilirubinwerte des gestillten Neugeborenen als normal an und nicht die Werte der  nicht gestillten Kinder.  Eine Neugeborenengelbsucht ist grundsätzlich kein Grund zum Abstillen und darf die Stillfreude einer Mutter nicht negativ belasten. Die Gelbsucht eines gestillten Kindes ist ein physiologischer von der Natur gewollter Zustand, der normalerweise nicht mit Nachteilen für das Kind verbunden ist.





 








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