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Eltern von Kleinkindern wissen zu wenig über die Kariesgefahr für das Milchgebiss durch falsche Ernährung. Insbesondere der Schaden, den zu häufiges Trinken oft zuckerhaltiger Getränke aus der Nuckelflasche und diese Zwischenmahlzeiten in Kindermündern anrichten kann, ist den Eltern häufig nicht bewusst.
Etwa jedes sechste dreijährige Kind in Hamburg habe bereits Defekte an den Zähnen, sagte Prof. Ulrich Schiffner vom Universitätsklinikum Eppendorf. Ursache dafür sei in hohem Maße das Dauernuckeln an Schnullerflaschen.
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Allein die Babyflaschen unterscheiden sich schon in Form, Größe und Design, genauso gibt es verschiedene Sauger, die sich in Form und Material unterscheiden. Es gibt ergonomisch geformte Sauger diese sind dem Gaumen angepasst und das trinken geht meist wesentlich leichter als an der Brust <-- die Kinder werden „trink faul“. Besser sind dafür Sauger geeignet, die der mütterlichen Brust nachempfunden sind.
Führt das Nuckeln an der Babyflasche zu einer höheren Gefahr für die Kinder an Karies zu erkranken?
5% ( bis 15 %) der Kleinkinder sind von dem so genannten Nuckelflaschensyndrom betroffen. Der Speichel wird so verdünnt, dass er die Schutzfunktion nicht mehr ausüben kann. Das Babyflaschensyndrom ist die verbreitetste Ursache für Karies bei Kindern unter drei Jahren. Es entsteht, wenn ein Kind mit einer Flasche beruhigt oder ins Bett gelegt wird und der vor Bakterien schützende Speichel durch die Flüssigkeit "weggespült" wird. Der Speichel kann die Zähne nicht mehr ausreichend schützen.
Wie auf vielen Babyflaschen schon vermerkt ist sollte der Trinkvorgang immer unter Aufsicht erfolgen und nicht als Dauernuckel verwendet werden!
Kinder können schon in einem sehr frühen Lebensabschnitt an Karies erkranken.
Eltern geben den Kindern leider oft zuckerhaltige Getränke wie gesüßte Tees, Fruchtsäfte oder Erfrischungsgetränke in der Babyflasche oder in Trinklernbechern. „Der häufige, oft unkontrollierte Genuss dieser Getränke über den Tag verteilt wie auch nachts zur „Selbstbedienung“ kann zu Milchzahnkaries – auch Nursing-Bottle-Syndrom (NBS) genannt – führen.
Pflege der ersten Zähne
Bereits nach Durchbruch der ersten Zähne sollen diese mindestens einmal am Tag mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpaste (höchstens eine erbsengroße Portion) geputzt werden. Nach dem zweiten Lebensjahr erfolgt dieses unter Elternkontrolle zweimal täglich.
Mütter und/oder Väter sollten ihre Kinder nach dem 1. Lebensjahr dem Zahnarzt vorstellen, um so eine frühzeitige und umfassende Aufklärung zur Gesunderhaltung des Milchgebisses zu erhalten und auch um den Kleinen die Ängste vor dem Zahnarzt zu nehmen, bzw. keine aufkommen zu lassen.
siehe auch
Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnkunde
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