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Frühestens im Alter von 5 Jahren kann man sein Kind in Deutschland einschulen, abhängig von den jeweiligen Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Ob es dabei ein “zu früh“ oder „zu spät“ gibt, ist allerdings umstritten.
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Die Meinungen reichen von „gönnt dem Kind doch noch ein Jahr unbeschwertes Kind-Sein“ bis zu „das Kind muss gefordert werden, das schafft man schon irgendwie“.
Natürlich muss ein Kind, um in die Schule gehen zu können, gewisse körperliche Voraussetzungen erfüllen, und über entsprechende geistige, emotionale und soziale Fähigkeiten verfügen.
Wichtig sind körperliche Koordinationsfähigkeit, z.B. Rad fahren, Ball werfen oder fangen, balancieren, sowie der altersgemäße Umgang mit Malstift, Schere oder anderem Bastelmaterial. Auch sollte das Kind dazu in der Lage sein, sich selbstständig anzuziehen.
Im geistigen Bereich sollte das Kind schon ein wenig zählen können, einfache Formen erkennen und unterscheiden, ein gewisses Verständnis für Geschichten aufbringen, insgesamt neugierig sein auf neues und unbekanntes.
Zudem sollte das Kind sich alleine beschäftigen können, gerne mit anderen Kindern und Freunden zusammen sein, eine Trennung von den Eltern während des Unterrichtes verkraften und sich an Regeln und Verbote halten können, um nur einige Voraussetzungen zu nennen.
Die genannten Anforderungen stellen aber nur einen Teil dessen dar, was bei der Beurteilung der Schulfähigkeit beachtet werden sollte.
Da die Eltern bei der Einschätzung des eigenen Kindes naturgemäß zu einem etwas zu optimistischen Urteil neigen, was die Fähigkeiten des Nachwuchses angeht, sollten die Eltern nicht allein, sondern Idealerweise zusammen mit einem betreuenden Erzieher des Kindergartens und einem Lehrer der künftigen Schule versuchen herauszufinden, ob der Sprössling weitestgehend fit für die Schule ist, oder wenn nicht, in welchen Bereichen man noch Ziel führend fördern sollte.
Dabei sollte man darauf achten, dass schematische Vorgaben dessen, was ein Kind eben können oder leisten sollen könnte, nicht sklavisch befolgt werden.
Ob nun genau die alterstypisch geforderten Bilder gemalt werden können oder nicht, oder ob ein hinlängliches Interesse an Zahlen, Geschichten oder Büchern vorhanden ist, so wie man es im Idealfall gerne hätte, sollte mit einem reichlichen Ermessen bewertet werden, um den einzelnen Individuen gerecht zu werden.
Auch die Erkenntnis, das Mädchen im Allgemeinen früher Schulreif sind als Jungen, hilft nicht wirklich weiter, denn auch das lässt sich, wie leider alles auf diesem Gebiet, nicht verallgemeinern.
Sicher ist die Entscheidung bei einigen Kindern einfacher als bei anderen, aber gerade bei den nicht eindeutigen Fällen sollte man sich schon genug Zeit nehmen, um zu einer angemessenen Entscheidung zu kommen, denn ein Kind, das sich dauerhaft im Kindergarten unterfordert fühlt ist ebenso unausgeglichen wie eines, das in der Schule einfach noch nicht mitkommt.
Fachliche Hilfestellung kann man sich auch in den diversen Erziehungs-, Familien- und Elternfachblättern anlesen, wo periodisch zu diesem Thema Beiträge veröffentlicht werden.
Am einfachsten haben es letztlich die Eltern, die sich einfach an die 6-Jahres-Regel halten, und die davon ausgehen, dass das schon alles nichts schaden wird, weil das eben schon immer so war, und man sich da auch nicht zu viele Gedanken machen sollte.
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