Vater und Mutter sind beide wichtig für unsere Kinder!
Dr. Kurt Kreppner vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin hat nun erstmals das Streitverhalten pubertierenden Kinder in intakten Familien im Gegensatz zu Alleinerziehenden untersucht.
Die beiden Eltern leben vor, dass man unterschiedliche Standpunkte einnehmen kann, ohne das vertraute Verhältnis zu zerstören. Dies macht den Jugendlichen Mut, ihren eigenen Standpunkt zu finden und zu verteidigen, stärkt ihr Selbstvertrauen und ihre sozialen Fähigkeiten, sagt Kreppner.
Er sagt ganz klar das beide Eltern ihren Part in der Erziehung haben, das beide wichtig für die Entwicklung sind.
Jugendliche brauchen klare Verhältnisse - Streit gehört dazu
In der Pubertät sind Konflikte der Heranwachsenden mit den Eltern normal. Sie verlaufen in intakten Familien sogar oft heftiger als bei Alleinerziehenden. Kinder aus gescheiterten Beziehungen berichten dagegen von größerer Harmonie in der Restfamilie und fühlen sich früher als erwachsene Partner akzeptiert. Sie zahlen dafür aber einen hohen Preis: Ihr Selbstvertrauen ist geringer, ihre Konfliktfähigkeit weniger ausgeprägt und sie haben auch mehr Schwierigkeiten, dauerhafte Bindungen aufzubauen. Dr. Kurt Kreppner vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin hat nun erstmals genauer ermittelt, worin sich die Kommunikationsmuster in diesen beiden Familientypen unterscheiden und welche Rolle diese Unterschiede bei der Ausbildung sozialer Kompetenzen der Jugendlichen spielen.