Ihr Eisenbedarf ist während einer Schwangerschaft größer, unter anderem weil der Embryo in seiner Wachstumsphase ist. Etwa 60% des Eisens befinden sich im roten Blutfarbstoff, dem Hämoglobin.
Veränderungen des Hämoglobinwertes in der Schwangerschaft
Die Normalwerte
Wie viel Eisen braucht die Schwangere?
Was ist wenn der Hämoglobinwert zu niedrig ist?
Symptomatik der „Anämie“
Was tun bei zu niedrigem Hämoglobin?
Das Hämoglobin (abgekürzt Hb, auch "roter Blutfarbstoff" genannt) ist der sauerstofftransportierende Bestandteil der roten Blutkörperchen. Der Hämoglobingehalt in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ist ein indirekter Hinweis auf den Eisengehalt des Blutes. Oft sinkt dieser Wert während der Schwangerschaft durch die Zunahme des Blutvolumens. Durch den erhöhten Bedarf in der Schwangerschaft haben Frauen oft einen niedrigen Wert.
Bei jeder 2. Mutterschaftsvorsorge wird Ihnen Blut aus dem Finger abgenommen, um den Hämoglobinwert zu bestimmen.
Normalwert: Frauen 12-16 g/% Meist sinkt das Hämoglobin in der Schwangerschaft auf Werte zwischen 10,5 und 12 g% ab. Sinkt er unter 10 g% sollte die Schwangere ihrem Körper zusätzliches Eisen zuführen.
Wie viel Eisen brauchen Sie?
- Wenn Sie nicht schwanger sind, brauchen Sie als Frau ca. 15 mg Eisen am Tag.
- Wenn Sie schwanger sind brauchen Sie ca. 30 mg am Tag.
Ihr Eisenbedarf hat sich also verdoppelt, und ca. die Hälfte aller Frauen benötigt zusätzlich Eisen während der Schwangerschaft. Zusätzliches Eisen gibt es in Tablettenform oder als Mixtur. Es gibt auch verschiedene Naturprodukte die Eisen enthalten.
Was ist wenn der Hämoglobinwert zu niedrig ist?
Reduzierte Hämoglobinwerte sind Zeichen einer Anämie. Ein leicht fallender Hb im Verlauf der Schwangerschaft ist durchaus normal. Ein Eisenmangel während der Schwangerschaft kann das Wachstum des Kindes beeinträchtigen, so dass es bei der Geburt ein geringeres Geburtsgewicht hat, als der Durchschnitt der Neugeborenen. Es kann aber auch sein, das es vor der 37. Schwangerschaftswoche zu einer Frühgeburt kommt.
Symptomatik der „Anämie“
Wenn Sie an kleiner oder mittlerer Blutarmut leiden, treten meist keine Symptome auf. Schlimmstenfalls fühlen Sie sich nur müde.
Bei größerer Blutarmut treten folgende Symptome auf:
Müdigkeit, Schwäche
erhöhte Gefahr für Infektionen.
Blässe.
Herzklopfen.
Schwindelgefühle "Ihnen wird Schwarz vor Augen".
Was tun bei zu niedrigem Hämoglobin?
Vorbeugend oder bei leichter Anämie können Sie ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen, essen Sie möglichst viele eisenhaltige Nahrungsmittel wie z.B. Grünes Gemüse z. B. Broccoli, Grünkohl und Spinat, und Getreideprodukte wie z.B. Hirse, Vollkornbrot und Müsli. Schwangere sollten dreimal die Woche eine magere Fleisch- oder Wurstportion essen.
Ein Glas Fruchtsaft zum Essen kann die Aufnahme von Eisen aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehaltes wesentlich verbessern.
Wenn eine Ernährungsumstellung nicht ausreichend ist verschreibt Ihnen Ihr Frauenarzt Eisenpräparate.
Milchprodukte hingegen verschlechtern die Eisenaufnahme, da Milch schwer resorbierbare Komplexe mit Eisen bildet. Also die erforderliche Milchzufuhr in der Schwangerschaft und die Einnahme von Eisen nicht in eine Mahlzeit legen.