Das Interesse für den Bundesfreiwilligendienst ist enorm aber bei weitem nicht ausreichend. Obwohl das Gesetz erst Ende April den Bundesrat passiert hat, gibt es bereits tausende Nachfragen. Interesse besteht in allen Altersgruppen. Zivis haben ausgedient, ab dem 1. Juli gibt es den Bundesfreiwilligendienst (BFD).
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„Im Gegensatz zum Zivildienst ist das Engagement im Bundesfreiwilligendienst ein rein freiwilliger Einsatz“, erklärt Helga Roesgen, Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln, das den BFD koordiniert. Neu ist außerdem, dass nicht mehr nur junge Männer so einen Dienst leisten können. Der BFD steht Engagierten beider Geschlechter offen. Jeder, der seine Pflichtschulzeit absolviert hat, kann ein „Bufdi“ werden - ein Bundesfreiwilliger. Die Teilnehmer verpflichten sich für 6 bis 24 Monate, erhalten ein Taschengeld von maximal 330 Euro pro Monat und sind sozialversichert.
Beim Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FSJ/FÖJ) darf man höchstens 27 Jahre alt sein und könne diesen Dienst derzeit nur jeweils im September beginnen. Beim BFD gibt es hingegen nach oben hin keine Altersgrenze und man kann prinzipiell das ganze Jahr über anfangen.
Nicht nur für junge Leute
„Jungen Leuten bietet ein Freiwilligendienst eine gute Möglichkeit, einen anderen Blick auf das Leben zu bekommen und soziale Kompetenzen zu stärken“, sagt Helga Roesgen. Der Bundesfreiwilligendienst biete sich aber beispielsweise auch für Rentner an oder für andere Menschen, die Zeit haben und denen die Gesellschaft nicht gleichgültig ist. „Freiwillige über 27 können außerdem auch einen Teilzeit-BFD mit reduzierter Stundenzahl pro Woche machen“, so Roesgen. Bei Bezugg von Rente oder ALG II sollte allerdings vorher geklärt werden, inwiefern das BFD-Taschengeld auf diese Gelder angerechnet wird.
Mit dem Startschuss für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) wurde auch die Internetseite www.bundesfreiwilligendienst.de freigeschaltet. Die Online-Platzbörse bietet aktuell mehr als 2.000 freie Plätze.
Weitere Informationen finden Interessenten:
bei der Serviceline 0221 - 36 73 0 des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben,
bei den Einsatzstellen vor Ort, die Plätze für den Bundesfreiwilligendienst anbieten und
unter der Serviceline im Kampagnenbüro: 0221 – 160 82 32.
Zurzeit sind noch viele Plätze nicht besetzt, jetzt werden die Zivildienstleistenden gefragt ob sie ihre Zeit in Pflegeheimen und ählichen Instutionene verlängern, sonst droht ein Pflegenotstand.
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